Luther Martin in krestjanskoy voyne w Germanii — страница 3

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-          Aufruhr mit seinem Blut vergießen und seiner Verwüstung sein schlimmer als Mord, denn damit stürzen sie das ganze Land in Not. Darum sei jeder in diesem Land ermächtigt gegen die Aufrührer vorzugehen. Praktisch hieß es: <… Drum soll hie zuschmeißen, würgen und stechenheimlich und öffentlich ,wer da kann, denn ein aufrührerischer Mensch, gleich als wenn man einen tollen Hund totschlagen muss, schlägst Du nicht, so schlägt er Dichund so ein ganz land mit Dir…> Luther ergänzt seine Schrift um einen weiteren Abschnitt: „wider die räubischen und die mordischen Rotten der Bawren“ -          Luther

apeliert auf Gewissen der Obrigkeit, sie sollen den Aufruhr als verdiente Gottesstrafe anerkennen und Gott um Hilfe gegen Teufel bieten. -          Den Bauern sollte man trotzdem eine richterliche Entscheidung anbieten (obwohl sie es nicht verdient haben). Erst wenn das vergeblich wäre, hieß es <… flugs zum Schwert greifen…> und damit sollten die Fürsten dem Aufruhr ein Ende setzen sonst machten sie sich vor dem Gott mitschuldig. In diesem Fall dürfen die Fürsten nicht warten und dürfen keine Barmherzigkeit zeigen. Unter diesen Umständen sollte die Obrigkeit <…dreinschlagen…> -          Die Bauer dürfen bei ihrer Rotterei kein

gutes Gewissen und die Furch vor Gottesstrafe haben, während die Fürsten mit dem guten Gewissen gewalt anwenden durften, ja sogar müssen! So konnte in diesem Fall ein wunderlicher Fall eintreten, dass der Fürst mit Blutvergießen den Himmelbesser verdienen kann, als andere mit Beten. -          Bauer zwangen andere zum Mitmachen und solche Mitläufer waren in Luthers Augen mitschuldig. Deshalb sollte die Obrigkeit eingreifen um die Seelen dieser Menschen zu retten. Er fordert sie dazu mit folgenden Sätzen auf: <…drum lieben Herren erlöst hie, rettet hie. Erbarmet euch die armen Leute. Steche, schlage, würge wer da kann. Bleibst Du drüber tot, wohl dir, einen seligcheren Tod kannst

di nimmermehr überkommen…> Luther erwartete ein zustimmendes Amen von seinen Christen zu diesem Gebet, war sich aber bewusst dass seine harte Rede den Anstoß erregen würde. Aber der Aufruhr war unerträglich und stündlich musste man der der <…Verstörung…> der Welt rechnen Luthers Bauernkriegsschriften kamen zeitlich jedes Mal zu spät raus und wurden jedes Mal in der neuen Situation missbraucht und gegen ihn selbst verwendet – nicht nur von seinen Gegnern und Altgläubigen, sondern selbst von den Gleichgesinnten. Literatur: “Die 12 Artikel der Memminger Bauern“ www.lern-line.nrw.de „Sein Weg zur Reformation 1483- 1521“ Brecht Martin „Der Deutsche Bauernkrieg“ Friedrich Engels